Dr. Eva Umlauf stellt „Genau so fängt es an. Ein Appell“ in Gießen vor
Dr. Eva Umlauf, Auschwitz-Überlebende und eine der letzten Zeitzeuginnen, ist in großer Sorge: weil die Politik zu wenig gegen den grassierenden Antisemitismus unternimmt. Und weil die Gesellschaft den Hass toleriert. Mit ihrem neuen Buch „Genau so fängt es an“ (Hoffmann und Campe, 2026) meldet sie sich mit einem eindringlichen Appell an Politik und Gesellschaft zu Wort und fragt, was „Nie wieder!“ heute bedeutet.
Am Mittwoch, dem 14. Juli 2026, um 18 Uhr wird sie im Hermann-Levi-Saal des Gießener Rathauses daraus lesen und mit dem Publikum ins Gespräch kommen. Die Veranstaltung findet auf Einladung der Arbeitsstelle Holocaustliteratur (AHL) der Justus-Liebig-Universität Gießen, der Lagergemeinschaft Auschwitz – Freundeskreis der Auschwitzer e. V., des Polizeipräsidiums Mittelhessen sowie des Kulturamts der Universitätsstadt Gießen statt. Die Moderation übernimmt Dr. Anika Binsch (AHL). Ein Grußwort spricht Polizeipräsident Torsten Krückemeier. Der Eintritt ist frei.
In ihrem Buch verbindet Umlauf persönliche Erinnerungen mit einem Blick auf gegenwärtige politische Entwicklungen. Mit Klarheit benennt sie gesellschaftliche Versäumnisse und beschreibt, wie demokratische Gewissheiten unter Druck geraten. Zugleich ist ihr Appell von der Überzeugung getragen, dass Demokratie, Solidarität und Menschlichkeit verteidigt und gestärkt werden können.
Dr. Eva Umlauf zählt zu den jüngsten Überlebenden des Holocaust. 1942 im slowakischen Arbeitslager Nováky geboren, wurde sie als Kleinkind mit ihren Eltern nach Auschwitz-Birkenau deportiert. Gemeinsam mit ihrer Mutter überlebte sie das Konzentrations- und Vernichtungslager. Nach ihrem Medizinstudium und ihrer Promotion in Bratislava zog sie 1967 nach München, wo sie als Klinikärztin, später als Kinderärztin und bis heute als Psychotherapeutin tätig war und ist. Seit 2025 ist sie Präsidentin des Internationalen Auschwitz-Komitees. Für ihr langjähriges Engagement wurde sie im selben Jahr mit dem Bayerischen Verfassungsorden ausgezeichnet.
Eine Kooperationsveranstaltung der Arbeitsstelle Holocaustliteratur der Justus-Liebig-Universität Gießen, der Lagergemeinschaft Auschwitz – Freundeskreis der Auschwitzer e. V., des Polizeipräsidiums Mittelhessen sowie des Kulturamts der Universitätsstadt Gießen
Die Veranstaltungsdaten im Überblick:
Eva Umlauf: „Genau so fängt es an. Ein Appell“
Hamburg: Hoffmann und Campe.
112 Seiten; 20 Euro.
Buchvorstellung:
Mittwoch, 14. Juli 2026 – 18:00 Uhr
Hermann-Levi-Saal, Rathaus Gießen
Berliner Platz 1
35390 Gießen
Eintritt frei.
Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier unter www.holocaustliteratur.de.
Auf Social Media unter:
Instagram: @ahl.giessen
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Mastodon (Bildung.Social): @AHL
Studienreise nach Westpolen
Die Hessische Landeszentrale für politische Bildung organisiert gemeinsam mit dem Verein „Wir sind mehr gegen Rechtsextremismus für Demokratie und Toleranz Limburg-Weilburg e.V.“ vom 11. bis 16. Oktober 2026 eine eindrucksvolle und informative Reise nach Westpolen. Im Mittelpunkt steht unter anderem der Besuch der Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Groß-Rosen. Darüber hinaus erkunden wir das weitläufige Stollensystem „Riese“, das von Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern des KZ errichtet wurde.
Ein weiterer Programmpunkt ist der Gedenkort Krzyżowa (Kreisau), der heute als deutsch-polnischer Begegnungsort für Verständigung und europäische Perspektiven steht. Hier traf sich einst der „Kreisauer Kreis“, eine wichtige Widerstandsgruppe gegen den Nationalsozialismus.
Auch kulturell und historisch bietet die Reise vielfältige Eindrücke: Geplant sind Besuche der zweitgrößten Synagoge Polens in Dzierżoniów (Reichenbach), der Friedenskirche in Świdnica (Schweidnitz) sowie des Schlosses Fürstenstein (Zamek Książ). Ein weiterer Höhepunkt ist der Aufenthalt in Wrocław (Breslau), wo wir zwei Abende und einen ganzen Tag verbringen werden. Neben dem jüdischen Viertel und der Synagoge zum Weißen Storch erwartet Sie auch eine Stadtführung durch das moderne Breslau.
Die Bildungsreise ist als Bildungsurlaub anerkannt und zertifiziert als Fortbildung für Lehrerinnen und Lehrer.
Dank der Förderung durch die Hessische Landeszentrale für politische Bildung sowie des Vereins können wir diese Studienreise zu günstigen Konditionen anbieten:
480 € pro Person im Doppelzimmer bzw. 585 € im Einzelzimmer.
Zusteigen können Sie in Limburg, Frankfurt, Gießen und Bad Hersfeld.
Wir würden uns freuen, Sie auf dieser besonderen Reise begrüßen zu dürfen! Leiten Sie das Angebot auch gern an Interessierte weiter.
Weitere Informationen finden Sie hier:
Studienreise Westpolen
„Aufstand in Auschwitz“



