Die Kinder von Auschwitz

Alwin Meyer liest aus seinem Buch „Vergiss Deinen Namen nicht“ und zeigt Fotos von seinen Begegnungen mit Kindern aus Auschwitz (5.2. Seligenstadt, 6.2. Bad Vilbel)

 

Montag, 5. Februar, 20 Uhr
café K der evang. Gemeinde,
Aschaffenburger Str. 105
63500 Seligenstadt

und

Dienstag, 6. Februar, 20 Uhr
Stadtbibliothek Bad Vilbel
Niddaplatz 2
61118 Bad Vilbel

Vor 73 Jahren – am 27. Januar 1945 – wurde das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau von der Roten Armee befreit. Zu den mehr als einer Million Menschen, die in Auschwitz ermordet wurden, zählten auch Kinder. Die wenigen, die überlebt haben, waren fast alle Waisen. Manche kannten weder ihren Namen noch ihr Alter. Sie trauten lange Zeit keinem Menschen mehr, mussten mit ihren Kräften haushalten, waren voller Angst.

Wie leben nach Auschwitz? Die Kinder mussten lernen, das Leben aus einer anderen Perspektive als der des Lagers zu sehen. Sie mussten lernen, nicht nur körperlich, sondern auch seelisch zu überleben. Die Kinder von Auschwitz haben sich ihren Weg ins Leben mit einem unvergleichbaren Willen erkämpfen müssen. Aber mit dem Älterwerden, in einer Zeit, in der sie sich nicht mehr so sehr um ihre eigenen Familien kümmern mussten, kamen und kommen die Erinnerungen an Auschwitz mit großer Wucht zurück – die Erinnerungen an die ermordete Mutter, den Vater, die Schwester, den Bruder…

Alwin Meyer, Jahrgang 1950, begab sich 1972 auf die Suche nach Kindern von Auschwitz. Er traf sich mit ihnen in vielen Ländern. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen von dem Vertrauen derer, die ihm gegenübersaßen. Manche erzählen zum ersten Mal vom Lagerleben, von einer Kindheit, in der der Tod immer präsent und nie natürlich war.

Der Eintritt ist frei.